8.5.13

5 wahrheiten

scrapbooking.
zurückgeblickt und nach vorn geschaut


wenn ich eine sache in meiner scrapbooking-artist-karriere gelernt habe, dann diese:

ich muß nicht alles haben!


... und warum muß ich nicht alles haben?
weil ich nicht alles brauche.

that's it!


es gibt sooo viele schöne dinge zu kaufen, die dieses hobby bereichern und erleichtern. abgesehen davon, daß auch der geldbeutel gern einmal erleichtert wird - manchmal unter schmerzen - sind es doch die erfahrungen, die wir mit den frisch erstandenen produkten sammeln, die uns weiterbringen.

  1. fehlkäufe. fehlkäufe sind keine ausnahme. gerade für diejenigen, die gerade erst dieses hobby für sich entdeckt haben, werden dieses das eine oder andere mal mehr zu spüren bekommen. das ist leider so. denn dieses risiko besteht immer, immer und immer. das ging mir selbst genauso. und ich kenne keinen, der ohne fehlkauf ausgekommen ist. das passiert. darum bin ich ein fan von wiederverkäufen. ich bin es los und anderen mache ich damit eine riesenfreude, weil sie für dieses produkt nicht den vollen preis zahlen müssen.

  2. verfügbare zeit. niemand hetzt uns, außer wir uns selbst. 1000 dinge wollen gleichzeitig erledigt werden. doch warum? warum tun wir uns das an? ich habe gelernt, daß das wichtigste zuerst angegangen werden muß. wenn anschließend noch zeit (und lust) vorhanden sein sollte, kommt das nächstwichtigste dran. alles andere blende ich aus. so kann ich alles nacheinander abarbeiten.

    übrigens: mein wort für dieses jahr ist 'disziplin'. denn ich denke, daß alles irgendwie diszplinierbar ist - auf seine ganz besondere weise. oder nicht? ;)
  3. shopping. einkaufen bis die karte glüht. das mag im ersten moment berauschend und befriedigend sein. doch im zweiten oder dritten stellt sich mir dann die frage: und wo will ich das alles lassen? ich erinner an dieser stelle an nr. 2, das zeitproblem. darum kaufe ich nur noch so ein, daß ich entweder

    • a) meine vorräte auffülle
    • b) dinge kaufe, die ich bei einem treffen (crop) oder einem workshop eigenhändig ausprobiert habe
    • c) nur die (neuen) dinge kaufe, die ich für ein aktuelles projekt brauche.

    persönlich habe ich mir antwort C auf die fahne geschrieben. das spart weiteren platzbedarf, wie ich festgestellt habe. außerdem behalte ich so herum besser den überblick...
     
  4. wenn die schätze zuhause sind, verbraucht sie. wartet nicht damit, das papier anzuschneiden! es gibt keinen richtigen zeitpunkt für genau dieses oder jenes papier! die gute nachricht ist aber auch, daß keinen falschen gibt. also, schneidet das papier an, öffnet die neue flasche mit farbe. eure schätze werden nicht frischer, je länger ihr sie bevorratet. meine übrigens auch nicht. *hüstel*
     
  5. jetzt kommt mein heißester tip. erst testen, dann kaufen. bevor ihr teures geld ausgebt (s. punkt 1), schaut euch in eurer gegend nach bekanntschaften um, die das hobby teilen. der eine oder andere hat vielleicht das begehrte objekt/produkt zuhause liegen oder stehen. diese lassen sich bei einem treffen/einer verabredung bestens ausprobieren. gerade bei werkzeugen oder maschinen ist es die überlegung wert, eine investition so lange ruhen zu lassen, bis sich eine anwendung dessen ergeben hat. ebenso rate ich - dringend!- zu teilnahmen an workshops. das, was dort vermittelt, erklärt und unter fachkundiger anleitung demonstriert wird, erhalte ich aus keinem buch oder ähnlichem. allein, daß ich alles benutzen und für mich ausprobieren darf, macht es äußerst wervoll. die persönlichen kontakte, das austauschen uneinander machen es aus. sie sind salz in der suppe. das ist mir am vergangenen wochenende in boltenhagen wieder deutlich aufgefallen und klar geworden.

wie ich schon sagte, 'für mich hat sich jeder einzelne euro des ostseescraps gelohnt', ob nun beim lernen in den workshops oder meinem einkauf. dieses gefühl tut mir gut und macht mich glücklich.


was ich mir aus welchem grund, also gezielt, gekauft habe und was ich aus dem workshops mitgenommen habe, erzähle ich gern in einem nächsten beitrag.

Kommentare :

  1. Ach Nadine,
    wie wahr... *seufz*
    Fehlkäufe kommen bei mir ganz einfach zustande - nämlich immer, wenn das Schlagwort "Schnäppchen" alle Vernunft sofort zunichte macht! :-D
    Das Lagerproblem habe ich zum Glück nicht so wirklich, denn ich haben ein paradiesisch großes Arbeitszimmer und einen irren Verbrauch an Material, weil ich gerne Schlachten mit Selbigen veranstalte.
    Und ich habe mir angewöhnt, die Restekiste alle halbe Jahr der Schule, dem KiGa oder sonstwem zu spenden, sonst würde ich das kleinste Fitzelchen Papier bis ewig horten?!
    Ich danke Dir für diesen schönen Post!
    GLG,
    Mel

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  2. ich habe auch eine ganze Batterie solcher Fehlkäufe im Schrank bzw auch schon verkauft oder verschenkt...#Restpapiere und Sticker bringe ich den Kids in meinem Kindergarten immer mit, die freuen sich immer auf Bastelkram...
    Mittlerweile schaffe ich es sogar, schönes PP nicht nur zu horten, sondern auch anzuschneiden ;-)

    Lg Heidi

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  3. :D So richtig arge Fehlkäufe haben sich bei mir zum Glück bis jetzt in Grenzen gehalten, weil ich immer erst mal 1000x überlege, ob ich etwas brauche/will und das nötige Geld dafür hab...(Oft sind die Sachen, dann bis ich mich endlich entschieden hab ausverkauft, das nimmt einem dann die Entscheidung auch ab, ob man das braucht ;b) Aber einige der Dinge würde ich heute nicht mehr kaufen, weil sich mein Geschmack mit der Zeit auch etwas (wie wohl bei jedem) geändert hat!
    Ich habe auch schon gerne auf Verkäufe von andren zurückgegriffen und mich gefreut ein Schäppchen zu machen :D

    Deine neuen Schätze sehen sehr lecker aus! Die Brads, ich glaub, da hätt ich auch nur schwerstens widerstehen können!

    Gruß scrapkat

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